Dein Körper merkt es zuerst
Wie 'Zwischen deinen Zeilen' wirklich begann
Kurz vor der Leipziger Buchmesse stand mein Koffer schon halb gepackt im Arbeitszimmer. Zwischen Notizbuch, Ladekabel und Zahnbürste lag ein Exemplar meines Romans.
Und jedes Mal, wenn ich dieses Buch in die Hand nehme, denke ich: Diese Geschichte hat nicht mit einem Plan begonnen. Nicht mit einer Strategie. Nicht mit einem „Jetzt schreibe ich ein Buch“.
Sie begann mit einem Gefühl.
Mit einer Szene, die plötzlich da war. Mit meiner Romanheldin Pauline, die sich in ein Leben drängte.
Mein Kopf wusste damals noch nicht, wohin das führen würde. Aber mein Körper wusste: Das will erzählt werden.
So beginnt Veränderung oft. Nicht mit einer klaren Entscheidung. Nicht mit einer Analyse. Sondern mit einem leisen Signal.
Ein Ziehen. Eine Neugier. Ein Impuls, der sagt: Hier will etwas entstehen.
Viele Menschen warten, bis der Kopf Klarheit hat. Aber der Kopf braucht Zeit. Der Körper ist oft schneller.
Der Kopf versucht dann oft noch zu erklären: Vielleicht bilde ich mir das nur ein. Vielleicht ist das nur eine Phase. Vielleicht sollte ich einfach weitermachen wie bisher.
Doch das Gefühl meldet sich weiter. Leise. Hartnäckig. Geduldig. Bis man irgendwann bereit ist zuzuhören.
Ich kenne diese Fragen. Ich habe sie mir selbst gestellt, und sie haben mich zu meinem ersten Roman geführt.
Auf der Leipziger Buchmesse stand ich dann tatsächlich vor Menschen und sprach über dieses Buch, das aus einem einzigen leisen Impuls entstanden war.
Und ich weiß: Dieses Buch ist nicht entstanden, weil ich alles wusste. Sondern weil ich einem Gefühl gefolgt bin, lange bevor mein Kopf erklären konnte, warum.
Alles Liebe, Deine Claudia.